FRAU MENKE (4) ist Prima, mittelgradige Ataxie, TH Bremen
Diese kleine und zierliche Schönheit ist eine charakterlich sehr starke Katze. Frau Menke, so wird sie jetzt gerufen, hat ganz genaue Vorstellungen davon, wie andere Katzen sich zu verhalten haben. Abweichungen davon duldet sie nur selten, jedoch möchte Frau Menke nicht nur für sich sein. So lange ihre Spielregeln eingehalten werden und sie guter Laune ist, können andere Katzen es gut mit ihr aushalten. Und auch die Schildpattschönheit freut sich dann über Gesellschaft. Zarte oder sensible Seelchen haben es aber unter ihrer Führung nicht leicht, das sagen wir gleich. Sie sagt anderen Katzen wo es lang geht, möchte sie jedenfalls.
Dass Frau Menke behindert ist und körperlich einiges nicht kann, beachten weder ihre Artgenossen noch ist es für Frau Menke selbst ein Grund, weniger klare Regeln einzufordern und auch durchzusetzen. Obwohl sie mit straffer Hand regiert, ist sie selbst eine arme Maus.
Bei Menschen würde man sagen: „Das Leben hat sie hart gemacht.“ Ob das bei dieser schönen Katze auch der Grund für ihre Alphakatzenambitionen ist, wissen wir nicht. Auf jeden Fall hat Frau Menke eine beklemmende und traurige Vergangenheit und ihr Leben war alles andere als schön oder gar leicht. Sie hat bis Februar 2013 mit 94 (!) weiteren Katzen in nur einem Raum gelebt – unter unfassbaren und schlimmen Bedingungen. Ein klassischer Animal-Hording-Fall! Die Halter hatten nicht nur die Übersicht verloren, sondern waren auch noch bezüglich des Katzenelends uneinsichtig. In diesen beiden Artikeln kann man die damalige Situation nachlesen. http://www.kreiszeitung.de/lokales/breme...en-2748720.html http://www.bremer-tierschutzverein.de/ak...php?meldung=186
Die Zeit davor liegt im Nebel. Geboren wurde sie vermutlich 2010. Die typischen Bewegungsmuster ihrer Ataxie lassen vermuten, dass Frau Menke bereits behindert zur Welt kam und ihr Kleinhirn während der Entwicklungszeit im Mutterleib gestört wurde. Oder sie kam normal zur Welt und hatte in den ersten Lebenswochen eine Infektion, die sie überlebt hat, aber als Folge davon eine Störung in den Gehirnregionen zurückgeblieben ist die für die Motorik zuständig sind. So oder so, das Mädchen ist eine Kämpferin, die zähe und robuste Anlagen haben muss. Sonst wäre sie heute nicht so ein gesundes, durchsetzungsstarkes und agiles Kätzchen, trotz ihrer deutlichen physischen Behinderung.
Als Frau Menke und die anderen Animal-Hording-Opfer aus ihrem Gefängnis befreit wurden, kamen alle erst mal in eine längere Quarantäne. Sie durften auch noch gar nicht vermittelt werden. Frau Menke fiel durch ihre Ataxie natürlich sofort ins Auge und außerdem hatte sie eine Augenverletzung. Vielleicht aus einem Kampf? Das rechte Auge zeigt eine Veränderung auf der Hornhaut. Man vermutet, dass sie auf dem rechten Auge nichts oder nur eingeschränkt sieht. Das Auge läuft nicht und macht auch sonst keine Probleme. Die Hornhautverletzung hat sich nicht weiter verändert. Sie ist einfach da.
Nach der Quarantäne wurden die Tiere auf Gruppenzimmer verteilt. Unglücklicherweise zog ein Notfellchen aus einem anderen Tierschutzfall in einen Nebenraum und dieses arme Geschöpf hatte einen Pilz. Leider war der sehr ansteckend und die Katzen aus der näheren Umgebung steckten sich alle an. Auch Frau Menke hatte Pilzkontakt. Es folgte eine lange Zeit der Behandlung und eine weitere Quarantäne. Jetzt ist der Pilz weg und die toughe Katzendame kann nun in ein richtiges Zuhause vermittelt werden.
Wie sollten ihre zukünftigen Menschen sein? Es sollten Menschen in einer gefestigten Lebenssituation sein und eine gesunde Gelassenheit im Umgang mit Behinderungen haben. Das bedeutet, nicht dramatisieren oder überbehüten, jedoch genug Verantwortungs- und Sicherheitsbewusstsein, Umsicht, Weitsicht und Empathie. Dann sollten sie Erfahrung in der Zusammenführung mit anderen Katzen haben, sofern andere Tiere da sind. Und sie müssen Frau Menke treu sein, selbst wenn sie in der Anfangszeit etwas ruppig zu anderen Tieren ist. Und sie müssen eine Schmusekatze haben wollen. Das ist sie nämlich!
Sind Kinder möglich? Kinder im neuen Zuhause sind denkbar, jedoch nicht so kleine Menschen. Frau Menke ist nun mal behindert, auch wenn sie sich selbst nichts daraus macht. Und Menschen sollten in ihrer Umgebung motorisch schon sehr sicher sein und die Bedürfnisse einer behinderten Katze verstehen können.
Wie macht sich die Ataxie von Frau Menke bemerkbar? Sie wackelt hinten sehr deutlich und plumpst auch mit dem Popo oft um. Vorne ist die Ataxie nur unwesentlich bis so gut wie gar nicht. Aber der Hinterkörper ist schon deutlich betroffen. Sie kann nicht springen! Nicht mal ein winziges bisschen. Hier und da eine Aufstiegshilfe oder andere kleine Hilfen, damit sie auch aufs Sofa kann, würden ihr helfen. Frau Menke kann sich aber ganz allein pflegen, essen und zur Toilette. Sie ist absolut stubenrein! Und vorne wirkt sie fast normal. Im Kopf ist sie das sowieso. Sie ist blitzgescheit und reagiert sehr positiv auf Spiele und geistige Anregungen!
Die Räumlichkeiten? Ein Balkon ist nicht nötig, wäre aber schön. Dieser muss (!) aber zuvor gesichert werden. Ebenso ein eventuell vorhandener Garten. Ataxisten können, egal wie stark ihre Behinderung ist, in der Regel sehr gut klettern. Und da sie wackeln, stürzen sie auch sehr schnell ab. Daher sind gute Balkon- und Gartensicherungen unerlässlich zum langfristigen Schutz der Tiere und eine Bedingung.
Artgenossen? Sie ist bedingt verträglich, sagt man so schön. Auch bei Frau Menke muss man bedenken, dass sie eine schlimme Vergangenheit hat und nur räumliche Extremsituationen kennt. Viele Katzen verzweifeln, andere werden apathisch und die Bewältigungsstrategie von Frau Menke ist die eben Kapitänsrolle. Es wäre schön, wenn sie zu einer anderen Katze kommt. Mit manchen Artgenossen aus ihrer Gruppe wäre das denkbar uns sie könnte auch mit einer Katze auch ihrer Gruppe in ein neues Zuhause ziehen. Wenn sie zu einer anderen Katze kommt, dann sollte ihr diese nicht unterlegen sein oder gar labil. Eine gestandene Katze oder ein Kater wären prima. Sie dürfen aber keine Haudegen sein. Frau Menke wird da nicht kleinbeigeben, aber sie ist schließlich körperlich behindert und physisch unterlegen (allerdings nicht mental). Die anderen Katzen haben einen Vorteil, wenn sie gut springen können. Sie können einfach irgendwo hoch, Frau Menke kann das nicht. So kann auch Frieden herrschen, sollte es Meinungsverschiedenheiten oder Rangfolgestreitigkeiten geben. Die Menschen sollten mit Zusammenführungen umgehen können und Geduld haben. Das betonen wir ausdrücklich! Frau Menke ist eine süße Katze und sie soll ein Zuhause nicht verlieren, weil die Menschen kein gutes Händchen für Zusammenführungen haben oder ungeduldig sind. Vielleicht ist auch alles ganz unkompliziert? Auf den Bildern sieht man, dass sie nicht Zerberus persönlich ist. Eigentlich ist sie ja nur eine kleine Püppi, die gern das Sagen hat. Einer muss das schließlich haben, warum nicht sie?
Ganz wichtig ist schon jetzt, dass Frau Menke nicht in die nächste große Katzengruppe zieht. Das hatte sie immer. Jetzt wünschen wir uns für sie eine Einzelhaltung oder eine Gruppengröße von maximal 1 - 3 Tieren. Bei mehr Katzen wird sie sicher in alte Muster verfallen.
Wir suchen also das passende Zuhause für Frau Menke, in dem man sie lieben und verwöhnen möchte. In dem man ihre Persönlichkeit und ihr Wesen schätzt. Frau Menke ist eine ganz offene Katze. Und sehr nett und lieb zu Menschen. Manchmal kam sie zum Beispiel so nahe an die Kamera, weil sie Näschen geben wollte, dass viele Bilder nichts wurden, da sie zu dicht vor der Linse stand. Das ist wirklich wahr und war oft richtig süß.
Sie braucht endlich eine Chance und ein normales Katzenleben in einem schönen Zuhause, in dem sie auch nachts mit ins Schlafzimmer darf und natürlich mit auf die Couch. Sie will spielen und fröhlich sein. Es kann gut sein, dass Frau Menke in einem Zuhause gar nicht mehr so streng zu anderen Katzen ist. Die Enge im Tierheim und die Monotonie, das alles ist nicht leicht zu verkraften.
Hoffentlich verliebt sich jemand in Frau Menke! Sie ist eine starke Persönlichkeit. Das hat sie auch oft gerettet. Man darf ihr das nicht übel nehmen und muss sie eigentlich bewundern, wie toll sie trotz ihres deutlichen Handicaps klar kommt.
Auch berufstätige Menschen können Ataxisten ein Zuhause geben, wenn die Wohnung keine gefährlichen Stellen aufweist oder diese gesichert werden (Treppen zum Beispiel mit Teppichen).
Nach diesen ganzen Informationen finden Sie, dass Sie zu Frau Menke passen und erwägen, ihr ein lebenslanges Zuhause zu schenken? Dann wenden Sie sich bitte an: Sarah Stendal, Stendalsarah@aol.de, Tel.: 0162-9375885
Frau Stendal ist die Ansprechpartnerin für die Vermittlung von dieser Schildpattschönheit und ihre Bezugsperson im Tierheim Bremen.
Über eine Verteilung in andere soziale Netzwerke würden wir uns freuen. Frau Menke braucht unbedingt ein Zuhause, damit sie endlich mal DIE EINE ist und nicht EINE von ganz VIELEN. Wir wünschen ihr so sehr, dass sie endlich von ihren Menschen gefunden wird.
Liebe Grüße sendet Nicole mit Leonie, Pauline, Victoria, Gwendolin und Emilia Entscheidend ist der Wert der Überzeugung, nicht die Anzahl der Anhänger! (Remus Lupin)
Ich bin voller Hochachtung für diese kleine Kämpferin!
Es ist eine schöne Aufgabe, solche Charaktere aufzunehmen und zu vergesellschaften...und es macht ganz viel Spaß, zu erleben, wie diese kleinen Haudegen ein funktionierendes Gruppenmitglied werden.
Sie haben Persönlichkeit...sie fordern einen...aber sie sind auch eine unendliche Bereicherung.
Meine blinde Luna, lange Zeit einziges Weibchen unter 6 Katern, ist dieser Typ Katze...sie wurde im Alter von 4 (!) Wochen mit aufgeplatzten, ausgelaufenen Augäpfeln allein auf der Strasse gefunden...das heißt, auch sie musste sich ihren Weg ins Leben sehr hart erkämpfen. Sie ist die Chefin, regiert mit flinker Pfote und macht jedem vorwitzigen Kater klar, wer das Sagen hat.
Dabei ist sie fröhlich, spielfreudig und auch kleinen Spielrangeleien mit ihren Katerkumpeln nicht abgeneigt. Zu mir verhält sie sich total verschmust, liebt den Körperkontakt und liegt am liebsten den ganzen Abend mit dem Kopf auf meinem Oberschenkel.
Die Gruppe ist harmonisch und ausgeglichen...es funktioniert gut, weil die Kater Lunas Regeln akzeptieren und weil auch Luna aufgrund ihrer Blindheit nicht jeden blitzschnell verfolgen kann um Vergehen zu ahnden...ähnlich, wie es bei Frau Menke auch der Fall ist aufgrund ihrer Ataxie.
Außerdem ist Frau Menke ein sehr hübsches Mädel mit ihren weißen Söckchen vorne und weißen Kniestrümpfen hinten!
Ich hoffe sehr, dass sie nun bald IHRE Menschen findet und endlich ein unbeschwertes, schönes Katzenleben in einem passenden Zuhause führen darf!
Deine Zeilen sind sicherlich hilfreich für Frau Menke, Claudia. Hoffentlich lesen das viele. Da ich schon für viele Ataxisten ein Zuhause gesucht habe, weiß ich leider, dass dominante Ataxisten ein schweres Los haben. Sie sind zwar alle nicht unterwürfig (außer Lars), aber die ganz dominanten Ataxisten suchen meist ewig. :-(
Betonen möchte ich noch mal, dass Frau Menke ganz lieb zu Menschen ist und auch zu Artgenossen positiv, die sich an Regeln halten. So wie du es auch von deiner Luna berichtest.
Liebe Grüße sendet Nicole mit Leonie, Pauline, Victoria, Gwendolin und Emilia Entscheidend ist der Wert der Überzeugung, nicht die Anzahl der Anhänger! (Remus Lupin)
Ich würde es sehr schade finden, wenn diese wunderschöne Maus nur wegen ihres dominanten Verhaltens keine Interessenten finden würde.
Denn schließlich erleben wir es bei Ataxiekatzen gar nicht so selten, dass es gerade die Mädchen sind, die den Ton angeben.
Wir haben ja auch hier im Forum einige Beispiele dafür, wie sie ihre Gruppen (und ganz besonders die Männer) "im Griff haben". Und trotzdem oder vielleicht sogar gerade deswegen sind es durchaus harmonische Gruppen.
Ich denke, bei einer Ataxiekatze ist es nicht viel anders als bei """normalen""" Katzen auch. Die Gruppe sollte zusammenpassen.
Ich hoffe, dass sich ganz schnell Menschen finden, die erkennen, dass Frl. Menke genau die richtige für sie ist.
"Manchmal sitzt sie zu deinen Füßen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, dass man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt" Théophile Gautier
Ich hoffe, dass sich ganz schnell Menschen finden, die erkennen, dass Frl. Menke genau die richtige für sie ist.
Das wäre schön, Marion. Ich hoffe, deine Hoffnungen werden wahr. Meist habe es diese Tiere erfahrungsgemäß schwer. Würde mich sehr freuen, wenn es bei Frau Menke anders ist.
Das ist die andere kleine Mausi, die ich in den nächsten Tagen vorstelle.
Liebe Grüße sendet Nicole mit Leonie, Pauline, Victoria, Gwendolin und Emilia Entscheidend ist der Wert der Überzeugung, nicht die Anzahl der Anhänger! (Remus Lupin)
Wenn jemand von euch bei Facebook ist, wäre es für Frau Menke schön, wenn sie dort verteilt wird. Ich sehe ihre Chancen wirklich als gering an, einfach so ein Zuhause zu finden. Dabei sucht sie schon ihr ganzes Leben nach einem vernünftigen Platz. Ich kann das immer recht gut einschätzen, wie schnell ein Tier ein Platz findet. Bei Frau Menke braucht es ganz viel Rückenwind. Über Unterstützung würde ich mich freuen.
Marion, könntest du den Text mit den Ataxiekatzenerfahrungen von Alex auch hierher kopieren? Den fand ich sehr hilfreich und könnte darauf auch verweisen.
Liebe Grüße sendet Nicole mit Leonie, Pauline, Victoria, Gwendolin und Emilia Entscheidend ist der Wert der Überzeugung, nicht die Anzahl der Anhänger! (Remus Lupin)
Lassen wir doch einfach mal ein paar Menschen zu Wort kommen, die es wissen müssen weil sie mit Ataxiekatzen zusammenleben:
.....Jack, der Ataxist, lebte in Bulgarien bei einer befreundeten Tierschützerin. Ich sah damals Videos von Jack und war fasziniert. Von jeher finde ich es bemerkens- und bewundernswert, wie insbesondere behinderte Tiere ihre Defizite kompensieren und ganz selbstverständlich ihr Leben leben.....
....Ich lebe schon viele Jahre aus Überzeugung mit behinderten und chronisch kranken Katzen zusammen. Da alle Tierschutztiere sind, viele aus dem Ausland und das Leben in größeren Gruppen gewöhnt sind, sind es ganz wunderbare, sehr soziale und überwiegend charakterlich eher bescheidene, liebenswerte Tiere. Da sie alle schon in frühester Zeit mit Krankheiten, Misshandlungen und vor allem Hunger zurechtkommen mussten, leben sie nun in der Gruppe äußerst homogen und verträglich, manchmal regelrecht fürsorglich miteinander!....
....Und dann suchte im Februar 2012 ein kleiner roter Ataxiekater aus dem TH Heilbronn ein neues Zuhause!
Remy war mit seinem nicht betroffenen Bruder aus schlechter Haltung geholt worden. Er ist Ataxist mit recht schwerer Ausprägung. Als ich ihn kennen lernte, konnte er kaum stehen und gehen…er bewegte sich in einer Art Kullern fort. Ich verliebte mich auf der Stelle in ihn und nach einigen Telefonaten mit seiner damaligen Betreuerin stand dann fest, dass ich Remy zu mir nehmen würde!
Er zog am 10. März 2012 mit ca. 4,5 Monaten bei mir ein!
Da meine Wohnung ohnehin auf die Bedürfnisse von seh- und bewegungseingeschränkten Katzen eingerichtet ist, legte ich lediglich viele Teppiche auf dem vorher glatten Boden aus und hoffte, das Remy mir zeigen würde, welche weiteren Anpassungen er bräuchte.
Zusammen fanden wir mit der Zeit heraus, welche Adaptionen Remy beim Fressen und bei den Katzenklos benötigte.
Vom ersten Tag an war ich total fasziniert vom Mut und der Intelligenz meines schwer behinderten Katerchens, der es schaffte, zu fressen trotz wildem Kopfzitterns, auf die Couch zu klettern, obwohl seine Beine in vier unterschiedliche Richtungen schlackerten und der mit den Wochen und Monaten immer neue Fähigkeiten dazu entwickelte und allmählich immer sicherer in seiner Koordination wurde!
Und seine Ausgeglichenheit, sein sonniges Wesen und seine Liebenswürdigkeit haben mich vom ersten Tag an völlig verzaubert.
Remy ist jetzt ca. zweieinhalb Jahre alt.
Er ist ein großer kräftiger Katermann geworden und wiegt mittlerweile über fünf Kilo!
Seine motorischen Fähigkeiten haben sich dank viel Trainings verbessert. Er läuft weiterhin schwankend, fällt aber beim konzentrierten Langsamlaufen kaum noch um. Er frisst gut und gerne und spielt und kuschelt für sein Leben gerne!
Er ist unter all meinen wunderbaren behinderten Katzen ein ganz besonderer Kater, fröhlich und liebenswert und aus unserer Gruppe und meinem Leben nicht mehr wegzudenken!
Für mich ist es absolut denkbar, noch einen ähnlich betroffenen Ataxisten aufzunehmen. Remy ist zwar voll integriert in der Gruppe, jedoch aufgrund seiner groben Motorik treffen seine Annäherungsversuche nicht immer auf Gegenliebe. Die anderen Katzen meiden ihn manchmal, stehen auf, legen sich woanders hin wenn Remy „angerumpelt“ kommt. Dabei ist er sehr freundlich und sozial und ein regelrechtes „Kuschelmonster“. Ich bemühe mich, das zu kompensieren und wenn ich zuhause bin, liegt Remy meist neben, bzw. auf mir!
Mein Wunschdenken ist, dass „zwei vom gleichen Schlag“ sich möglicherweise „zusammenraufen“ und sich gegenseitig gut tun.
Ich habe das Glück, mit einem wunderbaren Ataxisten zu leben und wenn sich die entsprechende Situation ergibt und ein anderer Ataxist, der in unsere Gruppe passt, ein Zuhause sucht, werde ich einen zweiten Ataxisten aufnehmen.
Ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, mit Remys Beispiel und dem so vieler anderer wunderbarer, fröhlicher Ataxisten den richtigen Menschen zu zeigen, wie wunderbar Ataxisten sind und wie schön und erfüllend das Zusammenleben mit ihnen ist.
......Nada hingegen kann sich nicht entscheiden wen sie mehr liebt, denn Smokey- der Earl of Gray ist ein vornehmer, gemütlicher liebevoller Schmusekater, etwas zum Anlehnen. Fliege-little Fly- mein schwarzer Belzebub mit dem weißem Mascherl unterm Hals, ist ein Kumpel zum Toben, spielen und Unsinn machen und genauso ein Irrwisch wie Nada.
Nada braucht beide und beide brauchen sich und Nada.
Und .. Nada braucht mich… zum Kuscheln, kraulen lassen und küssen, sie kann stundenlang mit ihrer rauen kleinen Zunge mein „Fell“ putzen. Ihr Lieblingsschlafplatz ist bei mir, auf mir und unter meiner Decke. Eigentlich ist das auch der Lieblingsschlafplatz meiner Jungs.
Nada ist eine Quasselstrippe- aber das bin ich auch.
Nada lebt intensiv, ist frech, kess, übermütig und mutig. Nada ist ein Fürchtenix.
Nada ist schön!
Nada ist Liebe pur und verteilt diese großzügig.
Sie kann nicht ganz oben auf den Schrank, aber sie kann beim Rennen Saltos schlagen. Nada nickt beim Essen- aber ihr gesunder Appetit und die soziale Ader der Jungs machen wett, wenn sie nicht immer gleich trifft und so wird sie immer satt.
Nada watschelt beim Gehen, aber durch ihren Gelo Popo sieht das unglaublich sexy aus. Nada bringt mich jeden Tag wieder zum Lachen.
Für Nada ist das Leben Glück pur und das strahlt sie auch aus und überträgt es auf alle die in ihre Nähe kommen.
Ach ja… eins noch… Nada ist ein Ataxiekätzchen!
Manchmal fragt mich wer, der Nada das erste Mal sieht: Ach Gott, was hat sie denn?
Dann antworte ich: NIX! - und Nada schaut zu der Person hoch, legt das Köpfchen schief, guckt als würde sie lächeln, "nickt" ein bissle ihr Ataxienicken und stimmt mir mit einem süßen : "Miejauwwww!" zu...........
Eines schönen Tages sah ich einen Bericht über Ataxie-Katzen im Fernsehen. Und ich schwor mir, dass ich einer solchen Katze irgendwann einmal ein Zuhause geben werde. Ein gutes Jahr später erzählte mir eine Kollegin von einer Katze im TH, die "immer umfällt". Nur aus Interesse wollte ich mir die Katze mal ansehen. Naja, was soll ich sagen: silbergraues Fell, strahlend gelbe Augen.... Um mich war es geschehen und so zog Raki bei uns ein. Anfangs war es etwas schwierig, weil Raki nie in der Wohnung gelebt hatte und nicht stubenrein war. Sie war schon 2 Jahre alt und wir hatten alle Hände voll zu tun mit ihr... Dabei möchte ich betonen, dass das natürlich nichts mit Ataxie sondern eher mit Erziehung zu tun hatte. Raki war die Sonne in meinem Leben! Sie war die Fröhlichkeit in Person und ich habe nie eine Katze erlebt, die so menschenbezogen war wie sie. Egal was war, sie war glücklich sobald wir, ihre Menschen, bei ihr waren. Ihre Ataxie war sehr ausgeprägt und doch kam sie sehr gut zurecht. Auch ein Umzug konnte ihr nichts anhaben. Vor etwas über einem Jahr hat Raki mich krankheitsbedingt verlassen. Sie fehlt mir heute noch so unglaublich!
Für mich war klar: ich gebe wieder einem Ataxisten ein Zuhause! Und so zog im vergangenen Juni die damals 4 Monate alte Ainu bei uns ein. Ganz junges Kätzchen wirbelt sie bei uns durchs Haus und hat unser Leben auf den Kopf gestellt Sie ist liebenswert, anhänglich und ich freue mich jeden Tag, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme! Ich arbeite übrigens Vollzeit! Ein Ataxist bedeutet nämlich nicht 24 h am Tag Betreuung! Sie kommen wie jede andere Katze auch ohne den Menschen klar. Man muss trotzdem ein paar Kleinigkeiten beachten. So haben wir beispielsweise unsere Treppe gesichert, so dass unser Ataxie-Mädchen nicht herunterfallen kann. Dazu habe wir oben und unten ein Kindergitter angebracht. Da die Sprossen zu weit auseinaderstehen, haben wir Plexi-Glas mit Kabelbindern befestigt. Viele Ataxisten liegen, wenn sie in der Toilette ihr Geschäft verrichten. Da ist eine grosse Toilette von Vorteil. Hier kann man entweder selbst etwas basteln (z.B. ein umfunktionierter Plastik Hundekorb oder eine Plastikkiste) oder eine sehr geräumige handelsübliche Katzentoilette. Bei uns wird beides benutzt. Klettermöglichkeiten müssen für einen Ataxisten gesichert werden. Heißt: nicht ganz so hoch und am besten mit einem dicken Teppich darunter auspolstern, so dass keine Verletzungsgefahr bei einem Sturz entsteht. Einige Ataxisten sind dankbar für Aufstiegshilfen (z. B. aus Sofa). Hier gibt es spezielle Treppchen, die man im Zoohandel kaufen kann. Meist sind sie bei den Kratzbäumen zu finden, da das Material gleich ist.
Andere Katzen sehen Ataxisten oftmals erst skeptisch an. Für sie ist es ja auch nicht normal, wenn ein Artgenosse wacklig läuft oder hinfällig. Da Katzen aber sehr soziale und anpassungsfähige Zeitgenossen sind, legt sich das meist sehr schnell.
Mit unserer Raki habe ich viiiiiel das Laufen geübt. Außerdem die Koordination. Unsere Ainu macht das durch ihr vieles Spielen und Toben von alleine Sie kann den ganzen Tag spielen und toben! Unterbrochen von ausgiebigen Kuscheleinheiten Wenn ich von der Arbeit heim komme, wartet Ainu schon. Erst wird gegessen und dann setze ich mich aufs Sofa und sage: "Ainu, komm, Sofakuscheln!" Sie kommt dann mit lautem Gurren (sie kommuniziert viel mit Gurren und überhaupt sehr viel) ums Eck gehopst, springt aufs Sofa (ja, sie kann springen! Hoch, aber dir Richtung passt nicht immer ) und dann wird erstmal geschmust was das Zeug hält
Alles in allem ist das Leben mit Ataxisten absolut nicht schwer. Sie sind so unglaublich liebenswerte, unkomplizierte und anhänglich Tiere, die man einfach lieben MUSS! Das sonnige und fröhliche Gemüt gilt für so ziemlich alle Ataxie-Katzen. Ich habe noch nie von einer gehört, die nicht so ist!!! Ist man einmal infiziert gibt es keine Heilung mehr
"Manchmal sitzt sie zu deinen Füßen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, dass man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt" Théophile Gautier
Lassen wir doch einfach mal ein paar Menschen zu Wort kommen, die es wissen müssen weil sie mit Ataxiekatzen zusammenleben:
.....Jack, der Ataxist, lebte in Bulgarien bei einer befreundeten Tierschützerin. Ich sah damals Videos von Jack und war fasziniert. Von jeher finde ich es bemerkens- und bewundernswert, wie insbesondere behinderte Tiere ihre Defizite kompensieren und ganz selbstverständlich ihr Leben leben.....
....Ich lebe schon viele Jahre aus Überzeugung mit behinderten und chronisch kranken Katzen zusammen. Da alle Tierschutztiere sind, viele aus dem Ausland und das Leben in größeren Gruppen gewöhnt sind, sind es ganz wunderbare, sehr soziale und überwiegend charakterlich eher bescheidene, liebenswerte Tiere. Da sie alle schon in frühester Zeit mit Krankheiten, Misshandlungen und vor allem Hunger zurechtkommen mussten, leben sie nun in der Gruppe äußerst homogen und verträglich, manchmal regelrecht fürsorglich miteinander!....
....Und dann suchte im Februar 2012 ein kleiner roter Ataxiekater aus dem TH Heilbronn ein neues Zuhause!
Remy war mit seinem nicht betroffenen Bruder aus schlechter Haltung geholt worden. Er ist Ataxist mit recht schwerer Ausprägung. Als ich ihn kennen lernte, konnte er kaum stehen und gehen…er bewegte sich in einer Art Kullern fort. Ich verliebte mich auf der Stelle in ihn und nach einigen Telefonaten mit seiner damaligen Betreuerin stand dann fest, dass ich Remy zu mir nehmen würde!
Er zog am 10. März 2012 mit ca. 4,5 Monaten bei mir ein!
Da meine Wohnung ohnehin auf die Bedürfnisse von seh- und bewegungseingeschränkten Katzen eingerichtet ist, legte ich lediglich viele Teppiche auf dem vorher glatten Boden aus und hoffte, das Remy mir zeigen würde, welche weiteren Anpassungen er bräuchte.
Zusammen fanden wir mit der Zeit heraus, welche Adaptionen Remy beim Fressen und bei den Katzenklos benötigte.
Vom ersten Tag an war ich total fasziniert vom Mut und der Intelligenz meines schwer behinderten Katerchens, der es schaffte, zu fressen trotz wildem Kopfzitterns, auf die Couch zu klettern, obwohl seine Beine in vier unterschiedliche Richtungen schlackerten und der mit den Wochen und Monaten immer neue Fähigkeiten dazu entwickelte und allmählich immer sicherer in seiner Koordination wurde!
Und seine Ausgeglichenheit, sein sonniges Wesen und seine Liebenswürdigkeit haben mich vom ersten Tag an völlig verzaubert.
Remy ist jetzt ca. zweieinhalb Jahre alt.
Er ist ein großer kräftiger Katermann geworden und wiegt mittlerweile über fünf Kilo!
Seine motorischen Fähigkeiten haben sich dank viel Trainings verbessert. Er läuft weiterhin schwankend, fällt aber beim konzentrierten Langsamlaufen kaum noch um. Er frisst gut und gerne und spielt und kuschelt für sein Leben gerne!
Er ist unter all meinen wunderbaren behinderten Katzen ein ganz besonderer Kater, fröhlich und liebenswert und aus unserer Gruppe und meinem Leben nicht mehr wegzudenken!
Für mich ist es absolut denkbar, noch einen ähnlich betroffenen Ataxisten aufzunehmen. Remy ist zwar voll integriert in der Gruppe, jedoch aufgrund seiner groben Motorik treffen seine Annäherungsversuche nicht immer auf Gegenliebe. Die anderen Katzen meiden ihn manchmal, stehen auf, legen sich woanders hin wenn Remy „angerumpelt“ kommt. Dabei ist er sehr freundlich und sozial und ein regelrechtes „Kuschelmonster“. Ich bemühe mich, das zu kompensieren und wenn ich zuhause bin, liegt Remy meist neben, bzw. auf mir!
Mein Wunschdenken ist, dass „zwei vom gleichen Schlag“ sich möglicherweise „zusammenraufen“ und sich gegenseitig gut tun.
Ich habe das Glück, mit einem wunderbaren Ataxisten zu leben und wenn sich die entsprechende Situation ergibt und ein anderer Ataxist, der in unsere Gruppe passt, ein Zuhause sucht, werde ich einen zweiten Ataxisten aufnehmen.
Ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, mit Remys Beispiel und dem so vieler anderer wunderbarer, fröhlicher Ataxisten den richtigen Menschen zu zeigen, wie wunderbar Ataxisten sind und wie schön und erfüllend das Zusammenleben mit ihnen ist.
......Nada hingegen kann sich nicht entscheiden wen sie mehr liebt, denn Smokey- der Earl of Gray ist ein vornehmer, gemütlicher liebevoller Schmusekater, etwas zum Anlehnen. Fliege-little Fly- mein schwarzer Belzebub mit dem weißem Mascherl unterm Hals, ist ein Kumpel zum Toben, spielen und Unsinn machen und genauso ein Irrwisch wie Nada.
Nada braucht beide und beide brauchen sich und Nada.
Und .. Nada braucht mich… zum Kuscheln, kraulen lassen und küssen, sie kann stundenlang mit ihrer rauen kleinen Zunge mein „Fell“ putzen. Ihr Lieblingsschlafplatz ist bei mir, auf mir und unter meiner Decke. Eigentlich ist das auch der Lieblingsschlafplatz meiner Jungs.
Nada ist eine Quasselstrippe- aber das bin ich auch.
Nada lebt intensiv, ist frech, kess, übermütig und mutig. Nada ist ein Fürchtenix.
Nada ist schön!
Nada ist Liebe pur und verteilt diese großzügig.
Sie kann nicht ganz oben auf den Schrank, aber sie kann beim Rennen Saltos schlagen. Nada nickt beim Essen- aber ihr gesunder Appetit und die soziale Ader der Jungs machen wett, wenn sie nicht immer gleich trifft und so wird sie immer satt.
Nada watschelt beim Gehen, aber durch ihren Gelo Popo sieht das unglaublich sexy aus. Nada bringt mich jeden Tag wieder zum Lachen.
Für Nada ist das Leben Glück pur und das strahlt sie auch aus und überträgt es auf alle die in ihre Nähe kommen.
Ach ja… eins noch… Nada ist ein Ataxiekätzchen!
Manchmal fragt mich wer, der Nada das erste Mal sieht: Ach Gott, was hat sie denn?
Dann antworte ich: NIX! - und Nada schaut zu der Person hoch, legt das Köpfchen schief, guckt als würde sie lächeln, "nickt" ein bissle ihr Ataxienicken und stimmt mir mit einem süßen : "Miejauwwww!" zu...........
Eines schönen Tages sah ich einen Bericht über Ataxie-Katzen im Fernsehen. Und ich schwor mir, dass ich einer solchen Katze irgendwann einmal ein Zuhause geben werde. Ein gutes Jahr später erzählte mir eine Kollegin von einer Katze im TH, die "immer umfällt". Nur aus Interesse wollte ich mir die Katze mal ansehen. Naja, was soll ich sagen: silbergraues Fell, strahlend gelbe Augen.... Um mich war es geschehen und so zog Raki bei uns ein. Anfangs war es etwas schwierig, weil Raki nie in der Wohnung gelebt hatte und nicht stubenrein war. Sie war schon 2 Jahre alt und wir hatten alle Hände voll zu tun mit ihr... Dabei möchte ich betonen, dass das natürlich nichts mit Ataxie sondern eher mit Erziehung zu tun hatte. Raki war die Sonne in meinem Leben! Sie war die Fröhlichkeit in Person und ich habe nie eine Katze erlebt, die so menschenbezogen war wie sie. Egal was war, sie war glücklich sobald wir, ihre Menschen, bei ihr waren. Ihre Ataxie war sehr ausgeprägt und doch kam sie sehr gut zurecht. Auch ein Umzug konnte ihr nichts anhaben. Vor etwas über einem Jahr hat Raki mich krankheitsbedingt verlassen. Sie fehlt mir heute noch so unglaublich!
Für mich war klar: ich gebe wieder einem Ataxisten ein Zuhause! Und so zog im vergangenen Juni die damals 4 Monate alte Ainu bei uns ein. Ganz junges Kätzchen wirbelt sie bei uns durchs Haus und hat unser Leben auf den Kopf gestellt Sie ist liebenswert, anhänglich und ich freue mich jeden Tag, wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme! Ich arbeite übrigens Vollzeit! Ein Ataxist bedeutet nämlich nicht 24 h am Tag Betreuung! Sie kommen wie jede andere Katze auch ohne den Menschen klar. Man muss trotzdem ein paar Kleinigkeiten beachten. So haben wir beispielsweise unsere Treppe gesichert, so dass unser Ataxie-Mädchen nicht herunterfallen kann. Dazu habe wir oben und unten ein Kindergitter angebracht. Da die Sprossen zu weit auseinaderstehen, haben wir Plexi-Glas mit Kabelbindern befestigt. Viele Ataxisten liegen, wenn sie in der Toilette ihr Geschäft verrichten. Da ist eine grosse Toilette von Vorteil. Hier kann man entweder selbst etwas basteln (z.B. ein umfunktionierter Plastik Hundekorb oder eine Plastikkiste) oder eine sehr geräumige handelsübliche Katzentoilette. Bei uns wird beides benutzt. Klettermöglichkeiten müssen für einen Ataxisten gesichert werden. Heißt: nicht ganz so hoch und am besten mit einem dicken Teppich darunter auspolstern, so dass keine Verletzungsgefahr bei einem Sturz entsteht. Einige Ataxisten sind dankbar für Aufstiegshilfen (z. B. aus Sofa). Hier gibt es spezielle Treppchen, die man im Zoohandel kaufen kann. Meist sind sie bei den Kratzbäumen zu finden, da das Material gleich ist.
Andere Katzen sehen Ataxisten oftmals erst skeptisch an. Für sie ist es ja auch nicht normal, wenn ein Artgenosse wacklig läuft oder hinfällig. Da Katzen aber sehr soziale und anpassungsfähige Zeitgenossen sind, legt sich das meist sehr schnell.
Mit unserer Raki habe ich viiiiiel das Laufen geübt. Außerdem die Koordination. Unsere Ainu macht das durch ihr vieles Spielen und Toben von alleine Sie kann den ganzen Tag spielen und toben! Unterbrochen von ausgiebigen Kuscheleinheiten Wenn ich von der Arbeit heim komme, wartet Ainu schon. Erst wird gegessen und dann setze ich mich aufs Sofa und sage: "Ainu, komm, Sofakuscheln!" Sie kommt dann mit lautem Gurren (sie kommuniziert viel mit Gurren und überhaupt sehr viel) ums Eck gehopst, springt aufs Sofa (ja, sie kann springen! Hoch, aber dir Richtung passt nicht immer ) und dann wird erstmal geschmust was das Zeug hält
Alles in allem ist das Leben mit Ataxisten absolut nicht schwer. Sie sind so unglaublich liebenswerte, unkomplizierte und anhänglich Tiere, die man einfach lieben MUSS! Das sonnige und fröhliche Gemüt gilt für so ziemlich alle Ataxie-Katzen. Ich habe noch nie von einer gehört, die nicht so ist!!! Ist man einmal infiziert gibt es keine Heilung mehr
"Manchmal sitzt sie zu deinen Füßen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, dass man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt" Théophile Gautier
Liebe Grüße sendet Nicole mit Leonie, Pauline, Victoria, Gwendolin und Emilia Entscheidend ist der Wert der Überzeugung, nicht die Anzahl der Anhänger! (Remus Lupin)
Liebe Grüße sendet Nicole mit Leonie, Pauline, Victoria, Gwendolin und Emilia Entscheidend ist der Wert der Überzeugung, nicht die Anzahl der Anhänger! (Remus Lupin)
Frau Menke hat jetzt auch einen Vornamen. Gestatten: Finchen Menke
Wir finden, der passt viel besser zu ihr und unterstreicht ihre Zartheit (max 3,5 KG), ihr verspieltes Wesen und auch das Selbstbewusstein.
Liebe Grüße sendet Nicole mit Leonie, Pauline, Victoria, Gwendolin und Emilia Entscheidend ist der Wert der Überzeugung, nicht die Anzahl der Anhänger! (Remus Lupin)
Hier ein weiteres Foto von Finchen "Finnöggelchen" Menke. Da sieht man wie zierlich sie eigentlich ist.
Den Zusatznamen hat ihr übrigens eine liebe schweizer Katzenfreundin gegeben. Der gefällt uns so gut, dass sie diesen jetzt auch noch hat.
Ihr Namen wird zwar immer länger, aber der ist auch wichtig für ein Idividuum.
Liebe Grüße sendet Nicole mit Leonie, Pauline, Victoria, Gwendolin und Emilia Entscheidend ist der Wert der Überzeugung, nicht die Anzahl der Anhänger! (Remus Lupin)
Also ich finde Finchen auch viel schöner. Frl. Menke war irgendwie so....na ja weiß auch nicht....aber.....irgendwie unpassend.
Sie hat eine wunderschöne Fellzeichnung. Ein getigertes Tricolorkätzchen, das gibt es auch nicht so oft.
Hat sich schon was getan bei ihr?
"Manchmal sitzt sie zu deinen Füßen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, dass man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt" Théophile Gautier
danke für dein Interesse. Nein, leider tut sich bei ihr nichts. Auch sie sucht schon ewig und sie wird es klar schwer haben, da sie nur zu gesunden anderen Katzen sollte. Und die meisten Menschen, die sich eine behinderte Katze zutrauen, haben schon eine.
Im Grunde muss es nur eine andere Katze sein, die springen kann und nicht sonderlich labil ist. Das wäre es schon. Mir tut sie echt leid.
Katzen mit einer starken Persönlichkeit und einer so deutlichen Behinderung wie bei Finchen haben es in der Vermittlung nicht leicht. Der arme Lars zum Beispiel, jetzt Lasse, der hatte ein furchtbares Leben und viele behinderungen und wäre sein Schicksal etwas eher bekannt geworden, hätte er vermutlich schneller ein Zuhause gefunden. Nachdem ich ihn veröffentlicht habe, gab es innerhalb von einer Woche drei gute Anfragen. Die unterdrückten Katzen haben es so nicht leicht, im Gegenteil, aber in der Vermittlung ist es für sie etwas besser, weil sie die Menschen berühren und sie leichter in ein Rudel zu integrieren sind.
Katzen wie Finchen Menke sind nicht mal eben so zu vergesellschaften. Es kann aber auch völlig unkompliziert sein, sie kennt auch nur extreme Situation. In einer normalen Umgebung kann vieles anders und stressfrei sein. Sie hat übrigens Lars gar nichts getan und sie geht nicht auf Schwächere, das finde ich auch ganz wichtig.
Ihre Ataxie ist hinten auch recht deutlich. Sie erinnert mich in ihrem Wesen an Leonie.
Tja, Finchen ist jetzt überall verteilt. Jetzt kann man nur abwarten und hoffen. Und Geduld haben, das wird hier nötig sein.
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Problemfellchen muss man auf jeden Fall ausführlich beschreiben, damit man die richtigen Menschen für sie findet. Je mehr Menschen etwas über sie wissen, je mehr Katzenfreunde können mitdenken. Und behinderte Katzen sind kleine Problemfellchen, weil sie ein Umfeld mit einigen Besonderheiten benötigen, die meistens unkomplizierter sind als viele denken.
Dieses kleine Kätzchen stellt besondere Herausforderungen an die Verfasserin ihres Vermittlungstextes. Weil sie so viele Facetten hat und weil sie sich so entwickelt und – weil sie von Beobachtern schwer einzuschätzen ist/war. Es ist nicht leicht, dieser kleinen Süßen in einem Text gerecht zu werden. Das ist aber sehr wichtig, denn solche Tiere werden nicht im Tierheimtagesgeschäft vermittelt. Auf solche Tiere werden ihre Menschen im Internet aufmerksam. Und hoffentlich lesen die jetzt dieses sehr wichtige Update zu diesem Katzenmädchen!
Die Kleine hatte erst keinen Namen. Später hieß sie dann Frau Menke. Frau Menke nannten wir einige Zeit später Finchen Menke. Und schließlich wurde sie zu „Prinzessin Finchen Finnöggelchen Menke“. Mit Grund, denn die anderen Namen passten immer weniger. Jetzt hat sie den richtigen Namen!
Kennen Sie das, wenn man eine Wahrnehmung hat, die völlig logisch erscheint, die eigentlich eine reale Grundlage hat? Und wenn man diese Wahrnehmung hat, aber irgendetwas einem innerlich sagt, da ist doch etwas unstimmig? Man kann es nicht greifen, da ist aber etwas. Meist folgt man so einem Gefühl nicht und verlässt sich auf das Vordergründige. Zum Glück haben wir das nicht gemacht und sind unserem Gefühl gefolgt. Prinzessin Finnöggelchen wurde in den letzten Tagen mehrmals intensiv beobachtet, teilweise stundenlang. Und es ergibt sich ein viel klareres Bild von ihrem Verhalten, ihren Nöten und Bedürfnissen. Das ging so weit, dass die Bildermacherin mehrfach heulte, weil ihr Finchen so Leid tat und wir jetzt noch intensiver als sowieso schon hoffen, dass sie ganz schnell in ein schönes und liebevolles Zuhause kommt.
Prinzessin Finchen Finnöggelchen Menke hat sich mit der Situation im TH arrangiert, aber dass sie gut zurecht kommt, das sehen wir inzwischen etwas anders.
Wichtige Aktualisierung zu ihrem Verhalten in einer Katzengruppe: Sie versteht sich doch mit anderen Katzen, aber sie ist ihnen körperlich voll unterlegen. Es kann sein, dass sie deshalb manchmal etwas maßregelnd rüberkam, weil sie sich einfach abgrenzen wollte, da sie mehrfach umgeschubst wurde und einfach nicht gut zu Fuß ist. Sie macht von sich aus nichts! Geht gar nicht nach vorne! Ist auch friedlich, wenn sie geschubst wird! Aber es ist ihr unangenehm, was auch verständlich ist. Stellen Sie sich mal vor, wenn sie deutlich gehbehindert wären und am 24.12. morgens durch die Innenstadt laufen müssen – da lächeln sie auch nicht alle strömenden Passanten freundlich an. Das ist purer Stress und sie werden zusehen müssten, dass sie auf den Beinen bleiben. PFFM (Prinzessin Finchen Finnöggelchen Menke) hat täglich eine vergleichbare Situation zu bewältigen. Sie lebt mit vielen Katzen in einem kleinen Raum. Jeden Tag, 24 Stunden, seit langer Zeit. Die anderen Katzen sind alle sehr aktiv. Es gibt keine Ausweichmöglichkeiten. Das Tierheim ist voll und Platz begrenzt.
Einige Beweisfotos, dass Finchen mit anderen Katzen gut klar kommt, wenn man sich nicht kräftig schubst oder sie anders motorisch in Bedrängnis bringt.
Jetzt sind wir einmal indiskret und zeigen PFFM auf dem stillen Örtchen, das sie ganz zuverlässig nutzt. Da man sie auch laufen sehen kann und sie gerade sehr standfest wirkt, wollen wir das Video ins Update einbauen. https://www.youtube.com/watch?v=mwF3NhVg...be_gdata_player
Eine Besucherin im TH beschrieb PFFM neulich so, nachdem sie die arme Maus auch live beobachten konnte: "Immer wenn eine Prinzessin hinfällt, rappelt sie sich wieder auf, rückt das Krönchen zurecht und läuft weiter".
Ja, sie ist tapfer. Andere Katzen brechen innerlich (wie früher Lars) und diese Katze macht weiter. Sie hat keine andere Wahl als sich den Umständen anzupassen! Das ist ihre Bewältigungsstrategie, seit Jahren. Glücklich, zufrieden und zur Ruhe gekommen sieht aber anders aus! Wenn man genau hinschaut, dann ist sie eine ganz arme Katze, die das nicht so zeigt.
Bitte helfen Sie uns bei der Suche nach Finchens Menschen und ihrem Zuhause! Finchen schaut auch schon aus dem Fenster und hofft, dass sich bald ihre Menschen melden.
Liebe Grüße sendet Nicole mit Leonie, Pauline, Victoria, Gwendolin und Emilia Entscheidend ist der Wert der Überzeugung, nicht die Anzahl der Anhänger! (Remus Lupin)