Wahrscheinlich werde ich nicht mehr in den Genuss des Fliegens kommen, aber ich würde mich IMMER für eine Flugpatenschaft für ein Tier anmelden. Ich habe mir da früher in unserem privaten Katzenforum schon den Mund fusselig geredet, aber dort unter über 40 Mitgliedern nur eine einzige Fori dazu bewegen können, eine Flugpatenschaft zu übernehmen. Die hat es - weil es so problemlos ablief - allerdings dann auch gleich zweimal hintereinander getan, einmal für zwei Katzen, die schon sehnsüchtig von ihren neuen Besitzern erwartet wurden, und ein zweites Mal für einen spanischen Galgo, der zu uns zur Pflege kam.
Ich weiß wirklich nicht, warum so wenig Urlaubsheimkehrer diesen kleinen Liebesdienst an Tieren wahrnehmen. Wirklich schade, bedeutet es doch für ein weiteres Tier Platz und Hoffnung.
LG, Hanni
LG Hanni
"Eine Katze führt zur nächsten ..." antwortete Ernest Hemingway auf die Frage, warum er 57 Katzen habe. Deshalb erübrigt sich die Frage, warum wir mit 18 Katzen und 5 Hunden leben.
Danke Ihr Beiden für Eure positiven Berichte, die hoffentlich doch viele Leute dazu bewegen sich für eine Flug-Patenschaft zu entscheiden!!!
Das letzte Mal geflogen bin ich vor 15 Jahren...nach Honduras...und da gab es damals leider keine Patenschaft zu vergeben...
Ansonsten sind wir eigentlich fast immer mit dem Auto gefahren...
Sollte ich wieder mal fliegen, was auch bei mir in absehbarer Zeit eher leider nicht der Fall sein wird, würde ich auch nach einer Patenschaft Ausschau halten...
Liebe Ingrid,
ich würde Deinen Text gerne in meinen beiden großen Katzenforen bei xing (in einem bin ich sogar Moderatorin) einstellen...darf ich?
Vielleicht bewegt es dann auch den einen oder anderen dazu...
=^..^= ?LG BiBi? Beate-Bettina Schuchardt in Berlin Klassisch-Homöopathische Tierheilbehandlung Natürliche Sterbebegleitung Mobile Fahrpraxis und Beratung regional und überregional http://www.xn--natrlich-sanft-isb.de http://www.lebensflammen.de http://www.behinderte-katzen.forumprofi.de ********************************************************************************************************************* ?Das Leben ist zwar das momentane Ende hier in dieser Dimension, aber nicht das Ende der Liebe zu Euch!? ?Wenn ein geliebtes Tier stirbt, wird sein Körper in tausende Sterne zerfallen und jeder, der in den Himmel sieht, wird sich in die Nacht verlieben!? *********************************************************************************************************************
Das finde ich große Klasse und wäre selbst natürlich auch bereit eine Flugpatenschaft zu übernehmen. Laßt mich überlegen ... Das letzte Mal bin ich nach London geflogen, im November 1989.
Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch mal eine Lanze brechen für sogenannte 'Fahrgemeinschaften', denn es gibt auch Tierheime, die ihre Schützlinge an neue Dosis vermitteln, die eine ganze Ecke entfernt wohnen (Hauptsache ein tolles, liebevolles Zuhause). Da werden dann schon mal Autofahrer gesucht, die an einem bestimmten Tag eine bestimmte Strecke fahren und bereit wären das Tier für diese Etappe der Strecke mitzunehmen. Da würde ich auch sofort mitmachen. Ich finds wunderbar, wenn so viele Menschen mithelfen, daß eine kleine Fellnase ein glückliches Zuhause findet. Menschen, die sich nicht kennen und die nachher auch keinen Kontakt zum Tier oder seinen Dosis haben werden, aber alle haben dazu beigetragen, daß ein kleines Notfellchen wieder glücklich werden kann. Diesen Gedanken finde ich einfach wunderschön!
Zitat von katzenmamaBiBi, klar darfst Du das einstellen! Je mehr Menschen davon erfahren - umso besser!
Super... ...und erledigt...
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Hm - guckt mal, mir ist gerade zufällig ganz woanders das hier untergekommen und ich finde es schon immer gut, wenn man alles von mehreren Seiten "beleuchtet" ... und hier bin ich ja auch noch nicht dafür gehauen worden :
Was denkt ihr (mit mehr Erfahrung auf dem Gebiet, als ich) darüber? Insbesondere über die Sache mit den eingeschleppten Krankheiten?
Ein Gedanke, der mich selbst schon lange immer wieder umtreibt, ist wirklich der, der dort auch angesprochen wird: Wenn ich hier ins Tierheim gehe, wird mir ganz schwer ums Herz, weil gerade so viele - besonders große - Hunde da sind, die lange bleiben müssen und ganz schwer zu vermitteln sind. Und jeder Hund, der aus dem Ausland geholt wird, ist ein Platz weniger für diese Hunde, denn unbegrenzt viele davon können ja die wenigsten aufnehmen. Jetzt ist es bestimmt so, dass es den Tieren dort im Ausland weit schlechter geht, als unseren, selbst im Tierheim. Von den Tötungsstationen oder diesen Aktionen "wenn nicht bis ... dann" ganz zu schweigen. Von Hanni hatte ich eben auch gelesen, dass sie sich sehr damit beschäftigen ... und wie belastend es für die Tierschützer vor Ort ist, Tiere auszuwählen, die sich überhaupt eignen und vermutlich gut wieder in ein "normales" Leben finden können.
Wie denkt ihr über meinen gedanklichen Seelenkonflikt?
Auf der einen Seite tut man was Gutes, weil man einem Tier aus dem Ausland das Leben rettet, aber auf der anderen Seite "verbaut" man die Zukunft eines in D lebenden (Tierheim-)Tieres, welches aber wiederum in deutschen Tierheimen (meistens) ein besseres Leben führt, als z.B. ein Tier im spanischen Tierheim. Ganz ehrlich: Ich weiß keine Antwort, ob das jetzt positiv oder negativ ist, Tiere aus dem Ausland zu holen. In dem Moment, in dem man ein Tier holt, ist es auf jeden Fall positiv, weil ein Tier dann nicht sterben muss (meistens geht es ja um Leben und Tod). Andererseits ärgere ich mich immer, dass die Urlaubsländer es einfach nicht lernen, dass Tiere kastriert werden müssen. Und die Urlauber nehmen diesen Ländern dann viele "überflüssige" Tiere ab.
Das sind zwei ganz heikle Medaillen-Seiten. Und ich muss echt sagen: Ich kann zu keiner Seite tendieren! Egal wie man es dreht und wendet: EIN Tier verliert doch immer, oder liege ich falsch??
Liebe Grüße,
Jani und Micha, mit den Plüschis Francis, Ainu und Santo sowie Raki, meine Sonne, mein Licht und Elli, meine geliebte Freundin. Ihr fehlt mir so! Ich werde euch immer in meinem Herzen tragen, wohin ich auch gehe!
Der Katze Wesen vermag ein jedes Herz zu öffnen.
Die Augen einer Katze sind Spiegel, durch die nur wenige Auserwählte einen Blick in das Reich der Feen tun können.
Ja Sabine, da hast du recht. Es sind halt die zwei Seiten einer Medaille.
Und ich glaube, da gibt es kein richtig oder falsch.
Wir beide haben das Ausland ja quasi direkt vor der Haustür.
Stell dir mal vor, du bist auf der Suche nach einer Katze. Und hast zwei in der engeren Auswahl.
Eine in Deutschland, der es im TH mit Sicherheit nicht supergut geht. Auf der anderen Seite eine 5 Kilometer weiter in Frankreich, die in einigen Wochen getötet wird, wenn sie bis dahin nicht vermittelt wird. Was tust du?
Klar, am besten beide. Was aber wenn das nicht geht? Jetzt sind die TH hier direkt hinter der Grenze noch sehr gut im Vergleich. Fahr mal noch ein paar Kilometer weiter.
Es gibt ja auch Deutsche, die sich ganz gezielt um die franz. Tiere kümmern. Und hierher vermitteln.
Das kann ich auch verstehen aber andererseits hast du natürlich Recht. Die Plätze fehlen natürlich für deutsche TH-Katzen.
Wie ich anfangs schon schrieb, ich glaube, da gibt es kein richtig oder falsch. Das kann man denke ich nur situationsbedingt mit dem Herzen entscheiden.
"Manchmal sitzt sie zu deinen Füßen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, dass man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt" Théophile Gautier
Zitat"Ein Auslandshund nimmt einem deutschen Hund nichts weg, im Gegenteil." Zur ewig wieder aufflackernden Diskussion über "Auslandshunde" hier eine Aussage von Frank Weber, Tierheimleiter Franziskus Tierheim/Hamburg. Ausschnitt aus der BMT-Zeitschrift, Dez. 2011: "... an Staffordshire, Rottweiler, Dobermann, Schäferhund und Herdenschutzhunden herrscht meistens kein Mangel. An Interessenten, die mit solchen Hunden umgehen können, aber schon. Was nur noch selten im Tierheim abgegeben wird, sind gesunde, sozialverträgliche und freundliche Hunde. Und eben diese Hunde sind es, die der normale Hundehalter gerne in seine Familie holen würde. Wohin kann man denn eine sympathische Familie mit Kindern schicken, wenn man keinen im Tierschutz geeigneten Hund hat? Soll man ihnen sagen, sie sollen sich mal im Internet umschauen oder gleich beim nächsten Hundehändler - da ist es billiger? - Und gleichzeitig sitzen in Tierheimen und Tötungsstationen im uns umgebenden Europa Tausende von armen Seelen unter erbarmungswürdigen und lebensbedrohlichen Bedingungen. Darunter Hunderte unkomplizierte freundliche Hunde, die in ihren Herkunftsländern ein grausamer und schmerzhafter Tod erwartet. - Da wundert man sich immer wieder über die Argumentation, wegen dieser Hunde würden die deutschen Hunde im Tierschutz kein Zuhause finden. Das ist definitiv ein Trugschluss. In der Realität ist das Gegenteil der Fall. Wenn man nette, gut vermittelbare Tiere aus dem seriös praktizierten Auslandstierschutz hat, kommen mehr Interessenten in die Vermittlung. Wie die Erfahrung zeigt, erhöht das definitiv auch die Chancen der "schwierigen Hunde", unter diesen tierlieben Menschen ein neues Herrchen zu finden."
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Kritisiert man den Auslandstierschutz kommt als Antwort oft „der Tierschutz darf nicht bei der eigenen Haustür aufhören“ … diese Hunde hätten auch ein Recht auf ein gutes Leben, man könne nicht nur die eigenen Hunde lieben, ein Tierschützer müsse alle Hunde lieben. Stellt sich die Frage muss er das?
Die Philosophie dass man entweder liebt oder nicht, hat schon was für sich. Aber das würde sich dann konsequenterweise auf alle Lebewesen ausdehnen – Menschen, Tiere, Pflanzen, die ganze Schöpfung eben. Wir dürften dann keine Kriege führen, jeder Mensch wäre uns willkommen und Fleisch würden wir auch keines essen. Es gäbe viele Dinge die wir dann nicht tun würden. Wir führen aber Kriege, wir haben Kriminalität, spätestens bei der Lektüre eines Social Networks drängt sich der Verdacht auf, dass nicht jeder jeden mag. Das mit der Liebesfähigkeit, das müssen wir Menschen noch ein bisschen üben, wie es scheint.
Wir lieben auch als Hundebesitzer nicht automatisch jeden Hund, genauso wenig wie Eltern jedes Kind lieben. Das Argument mit der Liebe funktioniert ergo nicht so ganz.
Warum also ziehen Menschen nun los und bauen Netzwerke auf um Hunde aus aller Welt zu retten?
Das Internet und soziale Plattformen mögen einer der Faktoren sein. Durch das Internet wird die Welt klein, mittels Bildern kann das Leid der ganzen Welt bequem ins Wohnzimmer übertragen werden. Am Computer fühlt es sich sehr einfach an die ganze Welt zu retten – und wenn schon nicht die ganze Welt, dann vielleicht den Hund, dessen Bild man gesehen hat. Es zirkulieren viele Bilder gequälter Hunde im Netz, manchmal, dank Photoshop dramatischer als in der Realität. Mit diesen Bildern wird für Mitleid geworben, mittlerweile schon ziemlich professionell. Manche Organisationen arbeiten bereits so fachmännisch wie eine Waschmittelfirma, zwar häufig mit „Symbolfotos“, aber sehr effizient.
Stellt sich die Frage, warum läuft dieses Geschäft mit dem Mitleid so gut?
Vor einer Generation, als es zwar noch keinen Auslandtierschutz, dafür aber Entwicklungshilfe gab, hat genau diese Strategie schon sehr gut funktioniert. Die Entwicklungshilfe hat mittlerweile gelernt, der Auslandstierschutz nicht.
Stellen wir uns vor, die Entwicklungshilfe würde alle hungernden Kinder der Welt importieren – unvorstellbar, der Auslandstierschutz tut aber genau das, nicht mit Kindern, sondern mit armen Hunden.
Natürlich hört der Tierschutz nicht an der eigenen Haustür auf und natürlich ist es gut wenn wir uns auch für die leidenden Hunde, die bis zu 10.000 Km entfernt zu Hause sind, einsetzen – aber in dem Fall vor Ort. Wir der eine oder andere Notfall dann mit nach Hause genommen, spricht nichts dagegen. Die zu kritisierende Vorgehensweise ist eine andere…
Nehmen wir die fiktive Organisation Canis X her. Die findet heraus dass in Land Y viele arme Hunde sind und sucht sich dann dort eine Tötungsstation. Das Argument, dass die Hunde „raus“ müssen weil sie sonst getötet werden, ist eines der Hauptargumente des Auslandtierschutzes. Die freuen sich durchaus über die angebotene Hilfe. Solche Kontakte entstehen mittlerweile oft über das Internet. Wenn man sich einig geworden ist fährt Trudi von Canis X in Land Y und macht viele Fotos von armen Hunden. Manchmal muss Trudi gar nicht dorthin fahren, denn wenn die Tötungsstation schon mit Auslandstierschutz zu tun hatte, machen sie die Fotos selbst. Trudi verpasst nun jedem Foto den passenden Text. Dann werden sie in Foren und auf sozialen Plattformen hochgeladen. Ein Hund in der Tötung kostet um die 20€ - hat er seinen Weg nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz zurückgelegt, wird er um 200€ Schutzgebühr vermittelt, manchmal bis zu 400€. Die Differenz deckt, bei guten Organisationen, die sauber arbeiten, die Kosten ab und der Überschuss wird reinvestiert. Sagen wir nun Trudi ist vielleicht arbeitslos und hat nicht viel Geld, aber eben viel „Liebe“ für Tiere. Trudi kann, wenn sie es richtig macht gut von den importierten Hunden leben und sie hat soziale Anerkennung. Trudi hat allerdings kein Interesse daran dass sich vor Ort viel ändert, denn sie ist Teil dieses Systems geworden.
Das System des Auslandtierschutzes ist im weitesten Sinn vergleichbar mit der Diaspora der Sklaven. In Afrika wurden die Sklaven von Afrikanern gefangen und an der Küste an arabische oder europäische Sklavenhändler verkauft. Letztere haben die erworbenen Sklaven in Europa, zum Beispiel Lagos/Portugal, kurz zwischen geparkt und dann in die neue Welt gebracht, wo sie auf den Plantagen arbeiten mussten. Im Auslandtierschutz gibt es mittlerweile auch so eine Diaspora. Im Osten werden die Hunde „produziert“, dann als Billigware in den Süden verkauft und von dort werden sie dann gerne „gerettet“. Der Überschuss aus dem Osten, jene die man nicht verkaufen kann, landen auf der Straße. Dort werden sie entweder zu Straßenhunden oder sie kommen in Tötungsstationen. Dort setzt wieder der Auslandtierschutz an – er holt auch diese Hunde. Wo liegen nun die Parallelen?
Der Vemehrer (analog zu den afrikanischen Sklavenverkäufern) produziert Billighunde in rauen Mengen. Der Hundehändler (analog zum Sklavenhändler) versucht sie mit Gewinn in ganz Europa, vorzugsweise Südeuropa, zu verkaufen. Landet der Hund auf der Straße oder im Tierschutz, übernimmt der Auslandstierschützer, diese Funktion. Es ist Hundehandel – die „Gewinnspanne“ ist gegeben – 20€ zu 200€ ist nicht wenig. Im Gegensatz zum Hundehändler, reinvestiert eben der saubere Tierschutz das Geld wieder. Unsere Trudi tut das allerdings nicht. Sie hat zwar Kosten aber die hält sie so gering wie möglich. Den Transport lässt sie von Fahrketten oder Flugpaten erledigen. Die Impfungen macht sie in jenen Ländern wo es billig ist, oder gar nicht. Futterkosten entfallen oft, die bekommt Trudi als Spenden. Sie muss nun nur noch die Hunde irgendwo zwischenparken, denn Trudi hat eine kleine Sozialwohnung, für 30-40 Hunde ist da kein Platz. Dafür hat sie ein Netz von Pflegestellen aufgebaut. Wenns gut geht zahlen die das Futter und den Tierarzt selber. Die haben auch die Aufgabe die Hunde zu resozialisieren, denn Trudis Hunde sind meist keine einfachen Tiere, dazu haben sie in ihrem kurzen Leben schon zu viel erlebt.
Manche Pflegestellen sind gut, manche weniger, die meisten sind überfordert. Jeder Mehrhundehalter weiß, dass ab 3 Hunden aufwärts die Hundehaltung sehr aufwendig wird, vor allem wenn man ein bürgerliches Leben mit Beruf führt. Manche Pflegestellen sitzen aber auf 5-20 Hunden. Dass eine Resozialisierung hier nicht mehr möglich ist, wird jedem einleuchten, es ist vielmehr Krisenmanagement das da betrieben wird.
Die Menschen, die sich dann diese Hunde nehmen, der „Fixplatz“ wie er genannt wird, die wissen meist nicht worauf sie sich einlassen. Dadurch ist der sogenannte Rücklauf relativ hoch. Manche Hunde wechseln ihren Platz wie manch Mensch die Unterhose. Dass das dem Hund nicht gut tut ist auch klar.
Ist nun unsere Trudi ein böser Mensch? Sie selbst wird das vehement abstreiten und behaupten ein wahrer Tierschützer zu sein der es nur und überhaupt um die armen Hunde geht die ohne sie alle sterben müssten. Trudi glaubt vielleicht sogar daran, dass sie Teil eines Systems geworden ist, dass sehr viel Leid für Tiere produziert, das erkennt Trudi nicht.
Wird nun Trudi kritisiert, dann gibt’s zwei Möglichkeiten. Ist unsere Trudi ein defensiver Mensch, wird sie die Welt für böse erklären und sich ausgesprochen unverstanden fühlen und sie wird weitermachen wie bisher. Ist Trudi aber eher der Typ der nach vorne geht, wird sie jede Kritik als Angriff empfinden und geradewegs darauf losgehen. Rufschädigung, Verleumdung, Einschüchterung und Betrug zählt dann durchaus zu ihrem Repertoire. Sie wird aber auch das ganz richtig finden, denn schließlich verteidigt sie sich ja nur gegen die böse Welt, die sie einfach nicht verstehen will.
Es gibt viele Trudis im Auslandstierschutz und das bringt dem Auslandstierschutz auch viel Kritik ein. Aber erfreulicherweise gibt es auch andere Organisationen, die gelernt haben dass es klüger ist vor Ort zu helfen und da bemerkenswerte Projekte hervorgezaubert haben. Die nehmen schon auch mal den einen oder anderen Notfall mit, was verständlich ist, kümmern sich dann aber um einen tierschutzgerechten Transport und eine gute Vermittlung.
Solange es die Trudis gibt, wird der Auslandtierschutz problematisch sein und immer wieder kritisiert werden. Aber die Trudis werden weniger und die Gesetze die das regulieren werden langsam besser.
Warum lässt man eigentlich die Trudis nicht so „arbeiten“ wie sie wollen.? Aus mehreren Gründen: durch die Trudis werden Krankheiten, vor allem Parvovirose, eingeschleppt, die andere Hunde gefährden. Hundehaltung im Allgemeinen wird problematischer, weil es mehr und schwierigere Hunde gibt als vorher. Weil unsere Tierheime mit Trudi-Hunden überfüllt sind. Weil Trudis das Gesetz brechen und manchmal die abenteuerlichsten Mittel anwenden um ihr System aufrecht zu erhalten. Und zu guter Letzt, weil Trudis eben keine Tierschützer sind – sondern Hundehändler im Mantel des Tierschutzes…
Man soll nicht den Stab über den gesamten Auslandstierschutz brechen, es gibt auch sehr gute Organisationen, es gibt sehr gute Kastrationsprojekte, es gibt sehr gute Tierheimprojekte vor Ort und eine gewisse Menge Auslandshunde verträgt sowohl Deutschland, als auch Österreich und die Schweiz. Man muss im Auslandstierschutz nur die Spreu vom Weizen trennen und das Trudi-System aufbrechen. Man muss das Problem an der Wurzel angreifen – beim Vermehrer, beim Hundehändler und beim Konsumenten der billige Hunde haben will – denn der unterstützt dieses Trudi-System, auch wenn er sich gerne, so wie Trudi auch, als Tierschützer ausgibt weil er ja einen armen Hund genommen hat…
=^..^= ?LG BiBi? Beate-Bettina Schuchardt in Berlin Klassisch-Homöopathische Tierheilbehandlung Natürliche Sterbebegleitung Mobile Fahrpraxis und Beratung regional und überregional http://www.xn--natrlich-sanft-isb.de http://www.lebensflammen.de http://www.behinderte-katzen.forumprofi.de ********************************************************************************************************************* ?Das Leben ist zwar das momentane Ende hier in dieser Dimension, aber nicht das Ende der Liebe zu Euch!? ?Wenn ein geliebtes Tier stirbt, wird sein Körper in tausende Sterne zerfallen und jeder, der in den Himmel sieht, wird sich in die Nacht verlieben!? *********************************************************************************************************************
Zitat von katzenmamaUnd ein deutsches Tierheim ist im Vergleich zum Tierheim in einem dieser Länder eine Luxusherberge.
... hm - also ist es doch das - das dachte ich mir ja schon ungefähr so.
... einfach finde ich es trotzdem nicht. Denn dem ebenfalls traurig und hoffnungslos schauenden Hund im deutschen Tierheim fehlt einfach der Vergleich, um zu wissen, dass es ihm besser geht, als anderen.
... und alle kann man ja eben nicht aufnehmen ... da gibt es ja auch schlimme und bekannte Fälle von Menschen, die ihre Möglichkeiten da überschätzt haben oder einfach an einem Punkt den Überblick verloren haben.
Zitat "... an Staffordshire, Rottweiler, Dobermann, Schäferhund und Herdenschutzhunden herrscht meistens kein Mangel. An Interessenten, die mit solchen Hunden umgehen können, aber schon.
... das ist wohl so - die Hunde von denen ich oben sprach, sind ja wirklich überwiegend große Hunde, dieser und ähnlicher Rassen - nicht einmal genug ehrenamtliche Spazierengeher gibt es für diese, weil sie nicht jeder handeln kann.
ZitatDarunter Hunderte unkomplizierte freundliche Hunde, die in ihren Herkunftsländern ein grausamer und schmerzhafter Tod erwartet.
... da kenne ich eben auch andere Fälle - ich hatte es ja woanders schon mal angetippt - es sind offenbar nicht immer ganz einfache, unkomplizierte, freundliche Anfängerhunde (was ja nicht verwunderlich ist) und es gibt wohl auch Menschen, die ihre Hundeerfahrung oder Möglichkeiten und Fähigkeiten in dem Wunsch, besonders Gutes zu tun, überschätzen. Sicher ist es nicht immer so, aber ich weiß, dass es leider vorkommt (nicht nur in Einzelfällen).
ZitatWenn man nette, gut vermittelbare Tiere aus dem seriös praktizierten Auslandstierschutz hat, kommen mehr Interessenten in die Vermittlung. Wie die Erfahrung zeigt, erhöht das definitiv auch die Chancen der "schwierigen Hunde", unter diesen tierlieben Menschen ein neues Herrchen zu finden."
Also das kann ich nicht so recht unterschreiben? Einmal sind ja nicht alle Hunde schwierig oder wenig nett, nur weil sie groß sind. Und wenn ich schon vorher genau schaue, für welches Tier ich mich interessiere, also die netten heraussortiere, dann nehme ich ja nicht am Ende einen anderen mit. Und an den Gedankengang "hm - diesen oder jenen - ach beide" kann ich auch nicht so recht glauben.
Und es ging ja in dem von mir gefundenen Artikel auch gerade darum, dass es wohl auch andere neben den seriösen gibt - wie kann man die erkennen, bzw. beide unterscheiden?
Und was ist mit den im Artikel erwähnten Krankheiten, die es hier eigentlich gar nicht gibt? Mir fällt spontan Leishmaniose ein - ich will aber um Gottes Willen nicht den Eindruck erwecken, als sei ich da Fachfrau! Ich frage nur. Gerade deshalb, weil ich da keine Fachfrau bin.